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Eröffnung - Galaplätze - Hit in der Mitte - Familienfilm - Matinee - Abschluss
 Didine van der Platenvlotbrug und Blessless Mahoney
Eröffnung der 20. Lesbisch Schwulen Filmtage Hamburg
Willkommen zur Eröffnungsgala der 20. Lesbisch Schwulen Filmtage! Euch erwarten: Prosecco & Schnittchen, internationale Gäste, ein amüsant-ergreifender Eröffnungsfilm und – Tusch! – ein multilinguales, gut frisiertes und dem Perückenneid gänzlich abgeneigtes Moderationsduo: Didine van der Platenvlotbrug (Körperillusionistin) & Blessless Mahoney (TuntenimitatorIn)! Das zweiblättrige Moderationskleeblatt, den Lesbisch Schwulen Filmtagen seit Jahren aufs Engste verbunden, wird euch mit Verve durch diesen wunderbaren Abend führen.
In „Patrik 1.5“ begegnen wir dann der schwulen Sehnsucht nach einem Spießerleben mit Haus, Garten, Hund und Kind in Cinemascope. Die Regisseurin versucht, ihr Kommen zu ermöglichen.
Wir feiern die Eröffnung der Filmtage im Metropolis (Steindamm 54) am Dienstag, 20. Oktober um 19.30 Uhr. Der Einlass ins Foyer (mit Sektempfang) beginnt um 18.30 Uhr.
Achtung: Es empfiehlt sich dringend, Karten für die Eröffnung im Vorverkauf zu besorgen.
Galaplätze bei der Eröffnung

Wir bieten euch 15 Galaplätze zum Unterstützer_innenpreis von 50 Euro. Die Galaplätze garantieren eine optimale Sicht auf die Bühne und Leinwand.
Ein Galaplatz ist auch ein sehr schönes Geschenk für einen lieben Menschen!
Alle Infos gibts hier.
Eröffnungsfilm
Patrik 1.5
Patrik 1.5
Ella Lemhagen, Schweden 2008, 100‘, 35 mm, schwedische Originalfassung mit deutschen Untertiteln
Göran und Sven sind just in eine gediegene Familiensiedlung gezogen und erwarten nun die Ankunft ihres Adoptivsohns: Patrik, 1,5 Jahre. Statt eines Babys schneit ihnen allerdings ein vorbestrafter Teenager ins Haus: Patrik, 15 Jahre. Man ahnt schon, was die Nachfrage bei der Behörde bestätigt: Ein versehentlich in die Akten gerutschtes Komma ist für das Missverständnis verantwortlich. Für Göran stürzt eine Welt zusammen, Sven (trockener Alkoholiker) fängt wieder an zu saufen und Patrik weigert sich, bei zwei „Pädophilen“ zu wohnen. Bis die Behörde eine neue Familie für Patrik gefunden hat, muss man sich dennoch arrangieren. Bei der nun folgenden Annäherung prallen nicht nur Homo- und Heterowelten aufeinander, sondern vor allem unterschiedliche soziale Milieus. Wie letztlich die vermeintlich Schwächeren als Sieger aus der Geschichte hervorgehen, wird so anrührend erzählt, dass man als Zuschauer_in förmlich mit den Figuren zu wachsen scheint. Ein kleines Meisterwerk, das seine Kraft der unpathetischen skandinavischen Handschrift verdankt – und seinen wundervollen Darsteller_innen.
Termine:
Dienstag, 20. Oktober 2009, 19.30 Uhr (Einlass 18.30 Uhr), Metropolis Sonntag, 25. Oktober 2009, 22.30 Uhr, Passage 1 (Wiederholung)
Hit in der Mitte
Strella
Strella
Panos H. Koutras, Griechenland 2009, 113‘, 35 mm, griechische Originalfassung mit deutschen Untertiteln
Unser diesjähriger Hit in der Mitte kommt aus Griechenland: Yiorgos wird nach 14 Jahren aus der Haft entlassen, die er für einen Mord in seinem Heimatdorf verbüßt hat. Seine erste Nacht in Freiheit verbringt er in einem schäbigen Hotel in der Innenstadt Athens und trifft auf die junge, transsexuelle Prostituierte Strella. Sie haben Sex und werden ein Paar. Nachts ist Yiorgos bei Strella, am Tag sucht er seinen Sohn, den er 14 Jahre nicht gesehen hat. Er muss mit seiner Vergangenheit abschließen, um ein neues Leben beginnen zu können. Wie kann ihm Strella dabei helfen? Griechische Tragödien oder mythengeschwängerte Geschichten aus alten Zeiten: All das schwingt mit, und doch ist dieser Film ganz im Hier und Jetzt verankert. Nicht nur Drama: Es macht Spaß, den wunderbaren Darsteller_innen (fast ausnahmslos Laien) zuzuschauen, durch Transkneipen zu stolpern, die Gegensätze Griechenlands zu bewundern und Athen von einer ganz anderen Seite kennenzulernen. Von dem überraschenden Verlauf der Geschichte ganz zu schweigen! Regisseur Koutras bekam für sein Projekt keine staatliche Filmförderung, auch größere Produktionsfirmen lehnten ab. So wurde Strella ein komplett von ihm selbst finanzierter Film, der auf liebevolle und einfühlsame Weise etwas ganz Besonderes ist.
Wir freuen uns, dass Panos H. Koutras unser Gast sein wird.
Termin:
Passage 1, Donnerstag 22.10., 20.15 Uhr
Familienfilm
Ready? OK!
Ready? OK!
James Vasquez, USA 2008, 91‘, digital, englische Originalfassung mit deutschen Untertiteln und eingesprochenem deutschem Text
In unserem diesjährigen Familienfilm begegnen wir dem zehnjährigen Josh, der unbedingt Cheerleader werden will. Auf einer Klosterschule. Das klingt nach Comedy, zumal die Handlung in einem amerikanischen Hinterwäldlerkaff namens „Normal Heights“ spielt und Josh ein obdachloser Vagabundenonkel, eine Hippieoma sowie ein stockschwuler Nachbar zur Seite stehen. Hinzu kommt seine alleinerziehende Mutter, die als Angestellte des lokalen Provinzfernsehens eine absurde News-Show nach der anderen in den Sand setzt. So slapstickträchtig all das anmutet – dieser Film will mehr als Schenkelklopfer produzieren. Er seziert das Innenleben, das dem Chaos um den verhinderten Cheerleader-Boy zugrunde liegt. Vor allem die überforderte Mutter wird zum Sinnbild einer Welt, in der Konventionen wichtiger sind als Menschlichkeit – und in der Cheerleading natürlich den Mädchen vorbehalten ist. Zum Schluss gibt’s dennoch ein Happy End – und damit die Hoffnung, dass Joshs Optimismus nicht allzu sehr unter der zeitweiligen Seelenpein gelitten hat. Denn die unbändige Energie des Hauptdarstellers ist nämlich das eigentlich Allerliebenswerteste an diesem Film.
Termin:
Metropolis, Samstag 24.10., 13.00 Uhr
Matinee
A Florida Enchantment
A Florida Enchantment
Sidney Drew, USA 1914, 63‘, 16 mm, englische Originalfassung mit englischen Zwischentiteln
Bei den zweiten Lesbisch Schwulen Filmtagen 1991 zeigten wir erstmals diese filmhistorische Perle aus der Stummfilmzeit. Zum Jubiläum gibt es jetzt auf vielfachen Wunsch ein Wiedersehen mit diesem zeitlosen Klassiker. Brillant und herrlich frivol nimmt dieser Film Geschlechterrollen aufs Korn und hat selbst nach 95 Jahren (!) nichts von seiner Bissigkeit verloren. Lilian Travers (Edith Storey), eine junge Frau aus dem Norden, besucht ihre Erbtante in Florida. Dort macht sie in einer alten Truhe einen äußerst dubiosen Fund: Samenkörner, die Frauen in Männer und Männer in Frauen verwandeln. Nach einem Streit mit einem Verehrer schluckt sie voller Groll kurzerhand ein Korn, und siehe da, am nächsten Morgen ist ihr ein Bart gewachsen. Im Kampf mit ihrem neuen Geschlecht verwirrt sie die ganze Sippschaft. Zusammen mit einem Dienstmädchen, das auch eines der Samenkörner schluckt, machen sie als Schürzenjäger anderen Frauen den Hof und verursachen einen Sturm der Entrüstung in der Stadt. Die Komödie wird perfekt, als der mit Lilian befreundete Arzt Dr. Cassadene (Sidney Drew) ebenfalls ein Samenkorn schluckt und versucht einige Männer zu verführen… Live am Klavier: Werner Loll.
Ab 10.30 Uhr reichen wir am Sonntagmorgen heißen Kaffee und "ein Häppchen Frühstück" zur Stärkung nach einer vielleicht kurzen Nacht. www.anke-feja-biokochen.de
Termin:
Sonntag, 25. Oktober 2009, 10.30 Uhr (Croissants & Häppchen), Filmbeginn: 11.00 Uhr, Metropolis
 Janice Perry
Abschlussfilm
Auch die schönsten Filmtage gehen einmal zu Ende – jedoch nicht ohne eine fulminante Abschlussgala! Wir freuen uns, euch zu einem wunderbaren Abend begrüßen zu dürfen und mit euch die Verleihung der Publikumspreise URSULA, GLOBOLA und DOKULA und des neuen JURYPREISES zu erleben. Als besonderen Gast begrüßen wir die Performancekünstlerin und langjährige Freundin des Festivals Janice Perry, die uns und euch einen Ausschnitt aus ihrem aktuellen Programm „Not Just Another Pretty Face“ präsentieren wird, einer Multimedia-Retrospektive der vergangenen 25 Jahre, die sie – noch ein Jubiläum! – nun schon auf der Bühne steht.
anschließend:
 Hannah Free
Hannah Free
Wendy Jo Carlton, USA 2009, 90‘, digital, englische Originalfassung
Für eine wie Hannah Free (Sharon Gless) ist es die besondere Hölle, im Pflegeheim ans Bett gefesselt zu sein. Denn unterwegs war sie immer, zum Leidwesen ihrer lebenslangen Liebe Rachel (Maureen Gallagher), die stets Bodenständigkeit und Familie wollte und letztlich mit Mann und Kind im Mittleren Westen blieb. Nun liegen beide im selben Heim nur ein paar Zimmer voneinander entfernt – Hannah unwirsch und sehnsüchtig, Rachel im Koma – getrennt auch durch Rachels rigorose Tochter Marge und eine unverständige Welt, die nicht begreifen will, dass die beiden alten Frauen von klein auf mehr waren als nur gute Freundinnen. Hannah erinnert sich voller Wehmut an eine Liebe, die Krieg, Ehe und Heimlichkeit überstanden hat. Der Versuch, Rachel nur noch einmal zu sehen, scheitert zunächst an schier unüberwindlichen Widerständen. Doch da kommt Rachels Enkelin Greta ins Spiel ... Selten gehörte die Leinwand so ausschließlich Sharon Gless wie in diesem Kammerspiel. In den 80ern wurde Gless bekannt als die Polizistin Christine Cagney („Cagney & Lacey“), später als Debbie Novotny in „Queer as Folk“. Beim diesjährigen Philadelphia QFest wurde die mittlerweile 66-jährige als „Gay Icon“ ausgezeichnet.
Termin:
Metropolis, Sonntag 25.10., 20.15 Uhr
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