| Fokus 2006 |
Latin:Mania - Ostwärts - 15 Jahre New Queer Cinema - Anime: Lilien und Rosen - Oh, my Gode!Das Organisationsteam der LSF setzt in diesem Jahr mit zwei Länderschwerpunkten "Lateinamerika" und "Osteuropa" ein Zeichen. In beiden Regionen wurden in den letzten Jahren besonders viele sehenswerte Filme mit queerem Inhalt produziert, die teilweise für politische Furore gesorgt haben. Drei weitere Sonderprogramme: "15 Jahre New Queer Cinema", das japanische "Anime-Programm" und "Oh, my Gode - Porno für Lesben" werden bei den 17. Lesbisch Schwulen Filmtagen sicherlich zu den "heimlichen Highlights" Latin:Mania - Filme aus LateinamerikaIn den letzten Jahren ist das zeitgenössische lateinamerikanische Kino durch Produktionen von oftmals jungen FilmemacherInnen vor allem in Spanien, aber auch auf deutschen Festivals vermehrt in den Fokus gerückt. Dem queeren Filmschaffen dieses Kontinents einen eigenen Schwerpunkt zu widmen, bietet daher die Möglichkeit, einen weiteren Aspekt des Cinema Latina kennen zu lernen.Sieben Programme, darunter Dokumentationen, Spielfilme sowie die Kurzfilmreihe ACORDA! führen durch verschiedene Lebensgeschichten und Genres, beleuchten unterschiedliche Jahrzehnte von den 70er-Jahren bis in die Gegenwart und stellen auf vielfältige Art und Weise queeres Leben in Lateinamerika dar. Programm 1: Un Año sin amor - A Year without Love Programm 2: Cazuza - Time doesn`t stop Programm 3: El Cielo Dividido - Broken Sky Programm 4: Estrellas de la lìnea - The Railroad All-Stars Programm 5: El Favor Programm 6: Seres Extravagantes - Odd People Out Programm 7: Acorda! (Kurzfilme) OSTWÄRTS - Filme aus Osteuropa"Verprügelt sie mit Knüppeln", das forderte der Vizevorsitzende der polnischen Regierungspartei LPR in der Zeitung Zycie Warszawy, in der über die "Parade der Gleichheit" in Warschau am 10. Juni berichtet wurde.Trotz oder gerade wegen dieser drastischen Formen der Diskriminierung entsteht in Ländern wie Polen eine aktive politische Szene. Hierüber erfährt man allerdings kaum etwas in der Presse. Queere Konferenzen werden organisiert, Filmfestivals erkämpfen sich ihren Platz. Soweit es uns möglich ist, möchten wir die AktivistInnen und KünstlerInnen unterstützen. Wir zeigen wunderbare, engagierte Filme aus Polen, Russland, Bosnien und Rumänien, die sich alle mit queeren Lebensentwürfen jenseits des oft arroganten westlichen Blicks beschäftigen. Allein die Tatsache, dass es Filme mit queerer Thematik aus diesen Ländern gibt, und dass sie dort ein Publikum finden, ist ein wichtiger Schritt. In Moskau ist aktuell ein queeres Filmfestival im Aufbau. Die Gründerin des Festivals ist die Regisseurin von "You I Love", dem ersten russischen Film mit schwuler Thematik. Sie wird bei der Vorführung ihres Films in Hamburg anwesend sein. Die Lesbisch Schwulen Filmtage zeigen "You I love" als Benefiz-Veranstaltung und spenden einen Teil des Eintrittsgeldes der russischen Festival-Initiative, damit die Vision eines queeren Filmfestivals in Russland bald Wirklichkeit werden kann. Programm 1: Go West Programm 2: Homo Father Programm 3: Love Sick Programm 4: You I Love 15 Jahre New Queer CinemaIn der Saison 1991-1992 fiel der Kritikerin B. Ruby Rich auf, dass viele queere Filme bei renommierten Festivals Preise gewannen. Sie nannte dieses Phänomen folgenreich "New Queer Cinema". Inzwischen sind 15 Jahre vergangen, viele weitere Filme erhielten dieses Label und der Begriff ging in die Filmgeschichte ein.Wir begehen das Jubiläum des New Queer Cinema, indem wir aus seinem großen Fundus schöpfen und noch einmal wichtige filmische Meilensteine dieses Genres zeigen: "Zero Patience", John Greysons preisgekröntes Film-Musical über AIDS aus dem Jahr 1993, sowie "The Brandon Teena Story". Diese US-Dokumentation über den Mordfall Brandon Teena ist - im Vergleich zu dem bekannten Spielfilm "Boys Don´t Cry" " vielen unbekannt. Der Film entstand in drei Jahren intensiver Vor-Ort-Recherche und gewann 1998 den Teddy für die beste Dokumentation. Grund genug für uns, diesen bewegenden Film noch einmal zu zeigen. Vor dem Film gibt die Filmwissenschaftlerin Skadi Loist eine kurze Einführung, in der mit Film-Ausschnitten von "Boys Don't Cry" auf die Unterschiede von Docu und Fiction eingegangen wird. Programm 1: The Brandon Teena Story Programm 2: Zero Patience Anime: Lilien und Rosen Die Wunderbare Welt der Japanischen PopkulturRegale voller schwuler, lesbischer und transgender Comics, die von 14-Jährigen verschlungen werden; lesbische Zeichentrick-Superheldinnen, die glückliche Beziehungen führen und die Welt retten; Computerspiele für pubertierende Mädchen, bei denen Jungs miteinander verkuppelt werden und Sex haben " Queeres Utopia? Nein - Japan 2006. Warum in Japan Mädchen mit schwuler Pornografie aufwachsen, schwule Regisseure lesbische Zeichentrickserien fürs Kinderfernsehen drehen und beliebte Comicfiguren ständig ihr Geschlecht wechseln, erfahrt ihr in unserem Anime-Schwerpunkt, der für Lesben, Schwule und Transleute gleichermaßen inspirierend sein dürfte.Programm 1: Der Clan der Lilien und Rosen Programm 2: YAOI - Zeichentrick mit Höhepunkt Eine Ausstellung im Metropolis Café begleitet die Veranstaltungen. Uli Meyer publiziert seit vielen Jahren zum Thema Sexualität und Geschlecht im Comic, Schwerpunkt japanische Mangas, und zeichnet selbst. Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. Oh, my Gode - Porno/Erotik für LesbenDieses Jahr präsentieren wir euch zwei äußerst verschiedene Porn-Programme: In "One Night Stand", dem ersten lesbisch/queeren Porn aus Frankreich sind Femmes, Trannies, Queers und Dykes bei selbstbewusstem und heißem Sex zu sehen. Es macht dabei den besonderen Charme der Produktion aus, dass die Regisseurin den Sexszenen Interviews mit den Darstellerinnen vorausschickt, in denen sie erzählen, warum sie in einem lesbisch-feministischen Porn mitmachen. Ein Film, der heterosexuellen Pornosehgewohnheiten neue, selbstbestimmte Bilder entgegensetzt. Genießt den Abend mit dem programmatischen Ausruf "Oh, my Gode!" (Gode = franz.: Dildo). Programm 1: One Night Stand Verführerische Vampirinnen in Lack, Leder und betörend schönen Kostümen locken in dem erotischen Thriller "Eternal" aus Kanada und versprechen Gänsehaut vom Feinsten. Wer Susan Sarndon in "Begierde" geliebt hat, wird den tiefen Blicken und Bissen der Baronin nicht widerstehen können. Lasst euch verführen von tiefen Dekolletes und geschnürten Miedern, weißen Schwanenhälsen und erotischen Frauen... Programm 2: Eternal |






