Workshop 2006

Lucas Blakk: "Tough Enough"
How Sexy is Queer Cinema?
Freitag, 20. Oktober, 15 Uhr.
Filmhaus/KurzFilmAgentur, Friedensallee 7
HVV Fahrplan Lageplan
max. Teilnehmer_innenzahl: 35

Wie wird Sexualität in queeren Filmen auf die Leinwand gebracht? Besteht ein Unterschied zwischen queeren und lgbti-Filmen? Oder trifft es generell zu, dass Abweichungen von der heterosexuellen Norm eher als soziale denn als sexuelle Praktiken dargestellt werden? Queer stellt glatte, bruchlose Identitäten in Frage. Ist Sexualität diesbezüglich besonders gut geeignet? Oder reproduzieren auch queere Filme Stereotypen: die passive, weibliche Höhlung, die darauf wartet, gefüllt zu werden; den exotisierten schwarzen Körper als Versprechen ungezügelter Sexualität; Androgynie als Inbegriff ganzheitlicher Harmonie? In manchen Filmen geht es auf den ersten Blick gar nicht um Sexualität. Aber muss queer unbedingt mit Sex assoziiert werden? Und was heißt Sex? Kann Sex auch durch abstrakte Formen, durch Symbole, durch Erzählweisen zum Ausdruck gebracht werden? Oder wird queer dann zu einer rein ästhetischen Kategorie der Uneindeutigkeit oder Veruneindeutigung? Vielleicht entstehen aber gerade durch die Formen der Darstellung neue Ideen davon, was Sexualität sein könnte – und wofür sich zu kämpfen lohnt?

Diesen Fragen möchten wir mit euch anhand einer Auswahl von Kurzfilmennachgehen. Bezüge auf weitere Filme des Festival-Programms können gerne, je nach Bedarf und Interesse, eingebracht werden.

Mit: Dr. Antke Engel (Institut für Queer Theory, Hamburg) und Skadi Loist (Universität Frankfurt/M)

www.queer-institut.de

Sichert euch die Karten im regulären Vorverkauf. Restkarten sind direkt bei dem Workshop erhältlich.
 
Impressum   © 2017 LSF