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Highlights 2007

Eröffnung - Hit in der Mitte - Abschluss - Matinee


Maren Kroymann eröffnet die 18. Lesbisch Schwulen Filmtage


Maren Kroymann

Zum Auftakt erweist uns eine ganz besondere Frau die Ehre: Die unvergleichliche Schauspielerin, Sängerin und Kabarettistin Maren Kroymann wird die 18. Lesbisch Schwulen Filmtage im Streit's Filmtheater eröffnen. Die Schauspielerin brillierte zuletzt in dem preisgekrönten S/M-Drama "Verfolgt" von Angelina Maccarone.
Passend dazu starten wir mit Maccarones neuem Film "Vivere", einem atmosphärisch dichten Roadmovie mit hochkarätiger Besetzung, darunter Hannelore Elsner in einer der Hauptrollen. Wir freuen uns besonders, an diesem Abend neben Angelina Maccarone auch die Darstellerinnen Esther Zimmering und Kim Schnitzer begrüßen zu dürfen.

Wie bereits im letzten Jahr feiern wir die Eröffnung der Filmtage im Lichtspielhaus Streit's (Jungfernstieg 38) am Dienstag, 16. Oktober um 19.30 Uhr. Der Einlass ins Foyer beginnt um 18.30 Uhr. Karten sind vorzugsweise im Vorverkauf zu erwerben, die Eröffnungsgala ist regelmäßig ausverkauft!


Logenplätze bei der Eröffnung

Im Laufe ihrer 18 "Lebensjahre" sind die Lesbisch Schwulen Filmtage zum größten queeren Festival-Ereignis in Deutschland gewachsen. Doch auch die Kosten sind gestiegen, und wir haben noch viele Pläne und Träume: Mehr Filme sollen mit deutschen Untertiteln versehen, mehr internationale Regisseur_innen eingeladen werden. Deshalb starten wir auch in diesem Jahr eine Fundraising-Aktion:

Wir verkaufen 15 Logenplätze in der ersten Reihe im Rang zum Unterstützerpreis von 50 Euro.

Die Logenplätze garantieren eine optimale Sicht auf Maren Kroymann und den Eröffnungsfilm "Vivere".
Interessierte können sich eine der 15 Karten bei Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. sichern.


Eröffnungsfilm:
Vivere
Regie: Angelina Maccarone
Deutschland 2007, 93'

An Heiligabend ist Francesca (Esther Zimmering) auf dem Weg nach Rotterdam, um ihre von zu Hause abgehauene jüngere Schwester (Kim Schnitzer) zu suchen. Am Straßenrand liest sie Gerlinde (Hannelore Elsner) auf, die blutend in einem Wagen liegt. Nach gut einem Drittel schlägt der Film eine Volte und setzt das Geschehen in immer neue Perspektiven. Allmählich entwickeln Geschichte und Bilder einen ganz eigenen Sog. Judith Kaufmanns Kamera fängt die Geschichten der drei Frauen vor der Tristesse der Weihnachtsfeiertage auf Autobahnen, in ranzigen Hotels und Industriegebieten ein. Und wohl niemand in Deutschland schreibt so starke Frauenrollen wie Maccarone. Wie schon Jasmin Tabatabai in "Fremde Haut" und Maren Kroymann in "Verfolgt" profitiert davon nun Hannelore Elsner

Termin:
Dienstag, 16. Oktober 2007, 19.30 Uhr (Einlass 18.30 Uhr), Streit's



Der Hit in der Mitte
Out at the wedding
Regie: Lee Friedlander
USA 2006, 96'

Die Verwicklungen beginnen mit einem Heiratsantrag unter Tränen: Weil Alex glaubt, ihre Südstaaten-Familie würde den schwarzen, jüdischen Dana nie akzeptieren, hat sie ihm gegenüber immer behauptet, ihre Familie sei tot - und diese wiederum in dem Glauben gelassen, sie sei Single. Auf der Hochzeit ihrer jüngeren Schwester wird
Alex kurz darauf irrtümlich als Lesbe geoutet - und spielt lieber mit als sich zu streiten. "You're the Queen of Deception" (Du bist die Königin der Täuschung) bemerkt ihr bester schwuler Freund Jonathan treffend. Natürlich wackelt Alex' Lügengebäude bald an allen Ecken und Enden und es erfordert allerlei absurde Anstrengungen, den Einsturz zu verhindern - unter anderem wird die bezaubernd burschikose Risa angeheuert, um Alex' Partnerin zu mimen… "Out at the Wedding" fügt dem präzisen Uhrwerk einer romantischen Komödie ein hochwillkommenes queeres Rädchen hinzu: vergnüglich-leichte Unterhaltung "with a twist".

Termine:
Donnerstag, 18. Oktober 2007, 20.15 Uhr,
Passage
Sonntag, 22. Oktober 2007, 15.00 Uhr, Studio1

Abschlussveranstaltung
Nach einer ereignisreichen Festivalwoche ein Highlight am letzten Abend: Entertainerin Janice Perry bringt Teile ihres Comedy- Programms auf die Bühne des Metropolis! Die Amerikanerin wurde schon als Kreuzung aus Doris Day und einem Schnellfeuergewehr bezeichnet, ihre satirisch-kritische, sehr lustige Analyse globaler und persönlicher Zustände sucht ihresgleichen. Janice Perry bringt das Publikum erst zum Lachen und dann zum Denken.

Wir präsentieren an diesem Abend außerdem die Gewinner_innen der URSULAS, der EUROLA und der GLOBOLA.


anschließend:
Paper Dolls
Regie: Tomer Heymann
Israel/Schweiz 2005, 89'
Hebräische Originalfassung mit deutschen Untertiteln

Als Abschlussfilm zeigen wir in Anwesenheit des Regisseurs Tomer Heymann "Paper Dolls" aus Israel, zugleich Teil des diesjährigen Programmschwerpunktes "Migration: Über die Grenzen".

Den phillipinischen Darstellerinnen der Drag-Show "Paper Dolls" eilt ihr Ruf in den Szeneclubs von Tel Aviv voraus. Aus Neugier des Filmemachers Tomer Heymann auf die Menschen hinter Glitzer und Glamour entstand diese überaus sehenswerte Dokumentation. Die portraitierten Schwulen und Transgender arbeiten unter der Woche als Pflegekräfte für betagte orthodoxe Juden und Jüdinnen - am Wochenende sind sie die "Paper Dolls".
Heymann zeigt mit einfachen und bewegenden Bildern ihren Alltag: die schwere Arbeit, die rassistischen und transphoben Ressentiments und das Heimweh - aber auch den Spaß am Performen und die Freiheit, die sie trotz allem in Israel genießen. Der Film vermittelt ein eindringliches Bild der Situation von Arbeitsmigrant_innen und nähert sich gleichzeitig dem Thema "Transgender" aus ungewöhnlicher Perspektive.
"Paper Dolls" eröffnete 2006 das Jewish Film Festival in Amsterdam und wird seitdem auf queeren und politisch ambitionierten Festivals mit Begeisterung aufgenommen.

Termin:
Sonntag, 21. Oktober 2007, 20.15 Uhr, Metropolis

Matinee
Nichts als Sünde
Regie: Hanus Burger
DDR 1965, 106'

Eine echte Rarität präsentieren wir in Zusammenarbeit mit dem Cinefest in unserer traditionellen Sonntagsmatinee.

In den Archiven der berühmten DEFA-Studios haben wir das erstaunliche Musical "Nichts als Sünde" aufgespürt. Der Name ist Programm: Frei nach William Shakespeares Komödie "Was ihr wollt" entstand 1965 ein farbenprächtiger Musikfilm, in dem höfischer Liebeszauber und ostdeutsche Filmästhetik zarte Bande knüpfen. Der liebestrunkene Herzog von Illyrien sendet seinen Pagen als Boten zur angebeteten Gräfin Olivia. Diese hat kein Interesse am Herzog, sondern verliebt sich in den Pagen - der aber ist ein Mädchen, Viola, das sich nach einem Schiffbruch an Illyriens Küste als sein verschollener Bruder ausgibt. Viola liebt ihrerseits den Herzog…und ein turbulentes Verwechslungsspiel beginnt.
In den Hauptrollen glänzen DEFA-Star Annekathrin Bürger und die tschechische Schauspielerin Helga Cocková in einer bezaubernden Hosenrolle. Außerdem mit von der Partie: Manfred Krug - mit seiner unvergleichlichen Singstimme - und das Ballett der Deutschen Staatsoper Berlin.

Ab 10.30 Uhr reichen wir am Sonntagmorgen heißen Kaffee und frische Croissants zur Stärkung nach einer vielleicht kurzen Nacht.

Termin:
Sonntag, 21. Oktober 2007, 10.30 Uhr (Croissants&Kaffee), Filmbeginn: 11.00 Uhr, Metropolis


 
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